Die Attacke der Gruppe Anonymous hat wohl ihre Spuren hinterlassen. Eigentlich sollte das PlayStation Network nach recht kurzer Zeit wieder online sein, zumindest wenn es nach Sony CEO Howard Stringer gegangen wäre. Der hatte nämlich letzte Woche auf einer Pressekonferenz in Japan angekündigt, dass man über das Wochenende oder zumindest Anfang dieser Woche ein neues PlayStation Network so weit evaluiert sein, dass man es den Spielern zur Verfügung stellen könnte.
Wie falsch Stringer da doch lag, revidierte der offizielle PlayStation Network Blog doch gleich am nächsten Tag diese Aussage. Man müsse einfach noch weiter testen, das System sei unheimlich komplex und könne dementsprechend auch eine Menge Schlupflöcher bieten. Man will offenbar alles richtig machen und sich keine Blamage mehr geben. Sony, der Weltkonzern, geschlagen von einer mehr oder weniger vollkommen unorganisierten Gruppe, einem losen Verband von Personen, die sich nicht einmal selbst kennen und noch nicht einmal eine richtige Definition von sich selbst haben. Für das Wohl scheinen sie zu streiten, die Mitglieder von Anonymous, und dabei entfesseln sie eine immense Zerstörungskraft.
Die also auch das PlayStation Network lahmlegen konnte. Und damit nicht genug: Zeitweise waren auch 2.500 Datensätze von Mitgliedern des Netzwerks im Internet abrufbar.
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